Solutions · Engineering-Automatisierung
Ein MCP-Server für Ihr TIA-Portal-Engineering
Openness-Funktionen als Werkzeuge, die ein KI-Assistent selbst kombiniert. Zugeschnitten auf Ihre Abläufe, betrieben dort, wo Ihr Engineering läuft — und mit jeder Veränderung am Projekt hinter einer Freigabe.
Kurz vorweg
Was ein MCP-Server ist.
Ein KI-Assistent kann von sich aus nur reden. Damit er etwas tut, braucht er Werkzeuge — und einen Weg, sie zu finden und aufzurufen. Genau dafür gibt es das Model Context Protocol: eine offene Beschreibung dessen, welche Werkzeuge es gibt, was sie erwarten und was sie zurückgeben.
Ein MCP-Server ist das Programm, das diese Werkzeuge bereitstellt.Er ist kein KI-Modell und enthält keines — er ist die Steckdose, nicht der Strom.
Ausgangslage
Wo Engineering-Automatisierung stehen bleibt.
Nicht bei den großen, wiederkehrenden Aufgaben — die sind in den meisten Häusern automatisiert. Sondern bei den vielen kleinen, die sich knapp nicht lohnen.
Die großen Aufgaben sind längst automatisiert
Variablenimport, Projektgerüst, Übersetzen und Laden — das steht in den meisten Häusern. Liegen bleibt der lange Schwanz der kleinen Aufgaben.
Der Sonderfall lohnt die Entwicklungszeit nicht
Wer einmal im Jahr fünfzig Bausteine gegen einen geänderten Standard prüfen muss, schreibt dafür kein Werkzeug. Er macht es von Hand — oder gar nicht.
Werkzeuge hängen an einer Person
Wer ein Skript nicht selbst geschrieben hat, ändert es ungern. Damit wird aus dem Zeitgewinn ein Risiko, sobald diese Person nicht verfügbar ist.
Warum ausgerechnet hier
Das TIA Portal bringt die Vorarbeit schon mit.
Openness bildet ein TIA-Projekt als Objektmodell ab: Projekt, Gerät, Steuerung, Baustein, Variablentabelle — alles benannt, typisiert und adressierbar. Was einem Assistenten sonst fehlt, nämlich eine saubere Beschreibung dessen, womit er es zu tun hat, liegt hier bereits vor.
Der Server übersetzt dieses Modell in Werkzeuge. Aus einer Objekthierarchie wird eine Liste von Dingen, die man tun kann. Deshalb ist der Aufwand nicht, einem Assistenten das TIA Portal beizubringen — sondern zu entscheiden, welchen Ausschnitt davon er bekommen soll.
Gegenüberstellung
Der Unterschied zum Skript.
Bisher
Ein Skript je Fall
- Jede Abweichung ist ein neues Skript
- Der Wartungsaufwand wächst mit der Zahl der Skripte
- Wer es nicht geschrieben hat, ändert es ungern
Mit Werkzeugen
Fähigkeiten statt Abläufe
- Der Sonderfall kostet eine Beschreibung statt Entwicklungszeit
- Der Umfang wächst mit den Werkzeugen, nicht mit der Zahl der Skripte
- Nachvollziehbar, weil jeder Werkzeugaufruf protokolliert ist
Ein Skript ist die Antwort auf eine Frage, die man vorher kannte. Ein Agent mit Werkzeugen beantwortet auch die, die man nicht vorhergesehen hat.
Lieferumfang
Was Sie bekommen.
Ein Server auf Ihre Abläufe zugeschnitten
Kein Produkt von der Stange. Grundlage ist ein vorhandener, im Einsatz befindlicher Server; angepasst werden die Werkzeuge und die Freigaben, die in Ihrem Engineering Sinn ergeben.
Ein festgelegter Werkzeugumfang
Welche Werkzeuge der Server bekommt — und welche er ausdrücklich nicht bekommt. Der zweite Teil wird vorher schriftlich festgelegt, nicht unterwegs entschieden.
Betrieb dort, wo das Engineering läuft
Auf dem Engineering-Rechner, auf Wunsch als Variante im Netz. Was das für Ihre Projektdaten bedeutet, steht weiter unten.
Kein Zwang zu einem bestimmten Assistenten
Welcher KI-Assistent die Werkzeuge nutzt, bleibt Ihre Entscheidung — auch nach der Übergabe.
Dokumentation zur Übergabe
Damit das Werkzeug nicht an einer Person hängt. Dieselbe Anforderung, die für jedes Skript und jedes gekaufte Werkzeug gilt.
Ein protokollierter Ablauf
Jeder Werkzeugaufruf ist nachvollziehbar. Was ein Assistent im Projekt getan hat, muss hinterher lesbar sein — sonst ist der Zeitgewinn beim ersten Audit wieder weg.
Datenhoheit
Ohne Bindung an einen Anbieter.
Das Model Context Protocol ist offen. Welcher Assistent die Werkzeuge nutzt, ist damit eine Entscheidung des Anwenders und keine Festlegung des Werkzeugs — auch ein lokal betriebenes Modell kommt in Frage.
Das ist in dieser Branche kein technisches Detail, sondern die Voraussetzung überhaupt: Wer Projektdaten von Kundenanlagen verantwortet, entscheidet selbst, wo diese Daten verarbeitet werden — und muss das im Zweifel auch belegen können. Ein Werkzeug, das diese Entscheidung vorwegnimmt, ist in einem Engineering-Büro nicht einsetzbar.
Grenzen
Wo der Mensch entscheidet.
Ein Assistent, der ein Engineering-Projekt bearbeitet, ist kein Assistent, der eine Anlage bedient. Zwischen beidem liegt die gesamte Verantwortung des Maschinenbaus, und die verschiebt kein Protokoll.
Lesen ist harmlos, Schreiben nicht
Projektstände auswerten, vergleichen und dokumentieren kann nichts kaputtmachen. Alles, was ein Projekt verändert, liegt hinter einer Freigabe.
Laden ist keine Automatisierungsaufgabe
Was auf eine Steuerung geht, entscheidet ein Mensch, der die Anlage kennt. Ohne Ausnahme, und auch nicht als Sonderwunsch.
Safety bleibt außen vor
Sicherheitsgerichtete Programmteile folgen eigenen Regeln, eigenen Nachweisen und eigenen Abnahmen. Ein Werkzeug, das dort hineinreicht, verschiebt die Nachweispflicht nicht.
Der Server arbeitet am Projekt, nicht an der Anlage
Der Server sieht den Projektstand, nicht den laufenden Prozess. Für Werte aus einer Anlage im Betrieb ist er das falsche Werkzeug.
Wer diese vier Punkte für übervorsichtig hält, hat noch nie erklären müssen, warum eine Anlage nach einem Update anders läuft als vorher.
Ablauf
Fünf Schritte bis zur Übergabe.
Der Umfang wird vorher festgelegt, nicht unterwegs.
Aufgaben sichten
Gemeinsam durch die wiederkehrenden Engineering-Schritte. Was ist heute Handarbeit, was wäre besser ein Skript, und was gewinnt erst durch einen Dialog.
Umfang festlegen
Welche Werkzeuge der Server bekommt und welche nicht. Das Ergebnis ist eine Liste, keine Absichtserklärung.
Aufsetzen und erproben
Am realen Projektbestand, zunächst ausschließlich lesend. Was dabei auffällt, ändert erfahrungsgemäß den Umfang aus Schritt zwei.
Freigaben definieren
Was ohne Rückfrage passieren darf und was nicht. Alles, was ein Projekt verändert oder auf eine Steuerung geht, bleibt bestätigungspflichtig.
Übergeben
Mit Dokumentation und einer Einweisung, die mehr als eine Person mitnimmt.
Abgrenzung
Wann sich das nicht lohnt.
- Sie brauchen genau einen wiederkehrenden Ablauf, und der ist klar beschreibbar. Dann ist ein Skript billiger, schneller und einfacher zu pflegen — dafür braucht es keinen Agenten.
- Ihre Projekte sind untereinander uneinheitlich aufgebaut. Ein Assistent hat dann nichts, woran er sich orientieren kann — er bräuchte für jedes Projekt andere Werkzeuge. Der Software-Standard ist in dem Fall das eigentliche Vorhaben, nicht der Server.
- Der Nutzen soll in der laufenden Anlage entstehen. Der Server sieht das Projekt, nicht den Prozess — er kann eine Anlage weder beobachten noch beeinflussen.
- Im Haus darf kein KI-Assistent auf Projektdaten zugreifen. Das ist eine Entscheidung, die vor dem Werkzeug steht — und eine, die man vorher klärt, nicht nachher.
FAQ
Häufige Fragen.
Was bekomme ich am Ende in die Hand?
Einen auf Ihre Abläufe zugeschnittenen Server mit einem vorher festgelegten Werkzeugumfang, die zugehörigen Freigaberegeln und eine Dokumentation, mit der mehr als eine Person das Werkzeug übernehmen kann.
Läuft das auf unserem Engineering-Rechner oder in der Cloud?
Auf dem Engineering-Rechner, auf Wunsch als Variante im Netz. Wohin Projektdaten gehen, entscheiden Sie — der Server zwingt Sie zu keiner Cloud.
Sind wir danach an einen KI-Anbieter gebunden?
Nein. Das Protokoll ist offen; welcher Assistent die Werkzeuge nutzt, ist Ihre Entscheidung und keine Festlegung des Werkzeugs. Auch ein lokal betriebenes Modell kommt in Frage.
Kann der Assistent damit etwas auf eine Steuerung laden?
Nein. Was auf eine Steuerung geht, entscheidet ein Mensch, der die Anlage kennt. Lesende Auswertung ist harmlos, jede Veränderung am Projekt liegt hinter einer Freigabe.
Brauchen wir dafür TIA-Portal-Lizenzen oder Zusatzpakete?
Der Server setzt auf den frei verfügbaren Siemens-Schnittstellen auf. Was Ihre vorhandene TIA-Portal-Installation dafür mitbringen muss, steht in der Versionsmatrix im Know-how-Bereich.
Wie fängt so etwas an?
Mit einem Gespräch über Ihre wiederkehrenden Engineering-Schritte: welche davon heute Handarbeit sind, wo ein Software-Standard existiert und welche Schritte sich für einen Dialog eignen. Erst danach lässt sich ein Werkzeugumfang sinnvoll besprechen.
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Eine erste Einschätzung, welche Ihrer wiederkehrenden Schritte sich für einen Agenten eignen und welche besser ein Skript bleiben, ist kostenfrei und unverbindlich.
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